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Faszination menschliches Gehirn

Nährstoffe beeinflussen die Struktur und Funktion unseres Gehirns.

Unser Gehirn und Nervensystem ist ein faszinierendes hochkomplexes Gebilde mit einer enormen Leistungsfähigkeit. Das Themenfeld wurde und wird von der Wissenschaft intensiv erforscht, dennoch sind noch viele Fragen offen und Erklärungen unvollständig.
Dies gilt auch für die Bedeutung der Nährstoffversorgung. Sie wird heute noch - auch und vielleicht sogar besonders von Fachkreisen - häufig unterschätzt.
Für Gehirn und Nervensystem sind die speziellen Omega-3-Varianten - DHA und EPA - von entscheidender Bedeutung. Sie sind Grundbausteine der Zellen und sichern gleichzeitig die optimale Funktion von Gehirn und Nervenzellen.

Omega 3: nicht die reine Menge, sondern die Struktur entscheidet!

Die wichtigsten Omega3-Lieferanten sind Fisch und Fischöle. Eine ausreichende Versorgung ist aber nicht sichergestellt. Wir essen zu wenig Fisch. Herkömmliche Fischölprodukte liefern Omega-3 in einer Form, die nur in ganz geringem Umfang in die Zellstrukturen aufgenommen werden kann. Es fehlt hier die Verbindung mit den sogenannten Phospholipiden. Diese Phospholipidstrukturen sind gegen höhere Temperaturen und bei Einsatz bestimmter Lösungsmittel nicht stabil. Leider werden bei den üblichen Herstellungsverfahren hohe Temperaturen und Lösungsmittel sehr stark eingesetzt um die Omega3 Fettsäuren zu gewinnen.
Mit einer neuen Herstellungstechnologie, der sogenannten Vektorisierung, die ohne hohe Temperaturen und mit einem enzymatischen Prozess arbeitet, gelingt es die wertvollen natürlichen Strukturen zu erhalten. So können deutlich kleinere Mengen einen höheren Nutzen erbringen.

Was sind DHA und EPA?

DHA steht für Docosahexaensäure und EPA für Eicosapentaensäure. Beide gehören zu den sogenannten mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren und sind essentiell, das heißt, sie können vom Körper nicht selbst hergestellt werden. DHA und EPA sind an vielen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt und sind insbesondere wesentlicher Bestandteil der Nervenzellmembrane im Gehirn und in der Retina (Netzhaut des Auges). Beide werden für die normale Funktion und Entwicklung der Nervenzellen des Gehirns benötigt. DHA wird als Hauptbausubstanz der Gehirnstruktur angesehen, während EPA mehr für die reibungslose Funktion verantwortlich ist. Aus EPA werden u.a. die Gewebehormone aufgebaut, die den Stoffwechsel des Gehirns steuern.

Hauptlieferant der wertvollen Omega3-Substanzen ist Seefisch. Damit der Körper DHA und EPA richtig aufnehmen und in die Zellen einbauen kann, müssen sie aber in eine spezielle Phospholipidstruktur eingebaut sein. Dann können DHA und EPA um ein Vielfaches besser aufgenommen werden, als wenn dies nicht der Fall ist, wie in herkömmlichen Fischölen. 

In einer Vielzahl von wissenschaftlichen Studien wird ein enger Zusammenhang gezeigt von einer Unterversorgung an DHA mit:

  • Verschlechterung der Lern-, Erinnerungs-, Denk- und Konzentrationsfähigkeit,
  • Veränderungen neurologischer Funktionen - so kann ein DHA-Mangel Depressionen begünstigen,
  • Dyslexie - Lernstörung, eine Beeinträchtigung der Lese- und Verstehfähigkeit von Wörtern oder Texten,
  • Hyperaktivität - Konzentrationsstörungen (ADS/ADHS),
  • Verminderung der Sehfähigkeit,
  • nachlassender Gedächtnisleistung,
  • Verminderung der Stressresistenz.

Was sind Phospholipide?

Phospholipide sind die Hauptbausteine des Lebens. Sie bilden die Zellmembrane (Zellwände), die u.a. dafür sorgen, dass die richtigen Stoffe in die Zellen gelangen und sind entscheidend für die Zell-Kommunikation. Gerade im Gehirn sind diese Schlüsselstoffe besonders stark konzentriert und entscheidend für die wichtigsten Gehirnprozesse:

  • den Gehirn-Glucose-Stoffwechsel und damit die vermehrte Gehirnaktivität,
  • die Ausschüttung von Botenstoffen, den sogenannten Neurotransmittern,
  • die Aufrechterhaltung der notwendigen Membranflexibilität, der sogenannten Membranfluidität,
  • den Aufbau und Erhalt des Netzwerkes zwischen den Gehirn- und Nervenzellen.

Phospholipide wurden in den letzten 25 Jahren intensiv erforscht,insbesondere vom „Gedächtnispionier“ Thomas Cook. In einer Vielzahl von Studien konnte die positive Bedeutung von  Phospholipiden für die wesentlichen Gehirnfunktionen nachgewiesen werden.

Welche Bedeutung haben Gehirnproteine ?

Professor James Watson, der Endecker des Erbmoleküls DNS, hat einmal auf die Frage, "Was seine Entdeckung noch übertreffen könnte?" geantwortet:

"Das größte Rätsel ist für mich, wie das Gehirn Informationen speichert. Wie um alles in der Welt kann ich ein Erlebnis wachrufen, das vor zwanzig oder dreißig Jahren stattgefunden hat? Wer das herausfindet, wird in die Geschichte eingehen."

Und die Wissenschaft ist sich sicher, dass was immer auch im Gehirn geschieht, es sind Proteine, Eiweißstoffe, die daran beteiligt sind. Sie stehen im Zentrum der molekularen Vorgänge im Gehirn. Es sind Proteine, die Gefühlserregungen steuern, die Erinnerung möglich machen, die Lernverbindungen herstellen und viele andere Vorgänge mehr. Nur ein kleiner Teil dieser Abläufe ist heute von der Wissenschaft entschlüsselt und dieser Teil auch nur ansatzweise. Bei vielen Fragestellungen bewegen wir uns noch im Bereich der Erfahrungswissenschaften und werden häufig von bestimmten Ergebnissen überrascht.

Die Natur ist und bleibt unser Lehrmeister, je dichter wir an ihren Vorgaben bleiben, um so wahrscheinlicher verhalten wir uns sinnvoll.

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